Der Gestiefelte Kater
 
Spieltermine:
 

03. März,2010: Kinderklinik Freiburg (nicht öffentlich)
25. Juli, 2010: Maturanahaus, Emmendingen, 16:00 Uhr
10. Oktober, 2010: Schlosskeller Emmendingen, 15:00 Uhr
17. Oktober, 2010. Freiburg, Vorderhaus, 11:00 Uhr
Weitere Termine nehmen wir regelmäßig in Kindergärten, Kliniken und Pflegeheimen wahr.

    Es spielen: Claudia Thiel, Norbert Merkel, Holger Rudolph, Willi Sander
 

Des Katers Schicksal schien besiegelt,
sein Fell wurd‘ beinah abgestriegelt.
Doch seht, wer hätte das gedacht,
am Ende hat er laut gelacht.


Denn dieses Tier war wirklich klug,
vom Schuster Stiefel er gar trug.
Mit List kam er zu seiner Gunst,
geschlagen selbst des Zaubrers Kunst.


Beim König ging er ein und aus,
als wohnte er in dessen Haus.
Verhalf sodann dem Müllerssohn,
zur Königstochter und zum Thron.


Zum Minister hat man ihn ernannt,
regierte mit, das ganze Land -
Was anfangs schien gar wie verloren,
wurd‘ am End‘ doch hoch erkoren!








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Zusammenfassung:
Der jüngste Müllerssohn beklagt sein trauriges Schicksal, als sein verstorbener Vater seinen Brüdern die Mühle und den Esel vererbt, ihm aber „nur“ den Kater.
Durch die Annahme des Katers und den Mut, sich ihm vertrauensvoll hinzugeben, erfährt der Müllerssohn großes Glück. Durch List, Klugheit und einen unerschütterlichen Glauben an sich selbst, verhilft der Kater dem Müllerssohn zur Prinzessin und zu guter Letzt sogar zum Königsthron.

Hintergrund:
Der gestiefelte Kater ist ein volkstümliches Märchen, das sich in der ersten Auflage der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen (KHM) der Brüder Grimm noch als Nr.33 fand, dann in der Ausgabe letzter Hand nicht mehr enthalten war und in der später von Heinz Rölleke herausgegebenen Ausgabe als Nr.5 im Anhang erschien.
Das Märchen greift die Ungerechtigkeit einer typischen Erbsituation auf: Bei dem Tode eines Bauern fällt an den ältesten Sohn die Mühle, an den zweiten ein Esel und an den dritten ein scheinbar völlig wertloser Kater. Der Kater, der überraschenderweise der menschlichen Sprache mächtig ist, vermag es nun aber, seinen Besitzer zu überzeugen, auf ein Paar Handschuhe, die sich aus dem Katzenfell anfertigen ließen, zu verzichten und stattdessen noch sein letztes Geld in ein Paar unsinnig erscheinende Stiefel für den Kater zu investieren.

Aus Dankbarkeit (auch wenn die Notwendigkeit des Stiefelpaares kaum sichtbar wird) erjagt der Kater nun zuerst einen Sack Rebhühner, die er dem hiernach verlangenden König gegen eine Belohnung in Gold überlässt und verschafft dann seinem Herrn, dem nun reichen Müllerssohn, ein einträgliches Grundstück mit Schloss, indem er den Vorbesitzer, einen Zauberer, bei dessen Eitelkeit zu mehreren Verwandlungskunststückchen überredet. Als dieser sich schließlich in eine Maus verwandelt, verspeist ihn der Kater. Der ursprünglich arme, besitzlose Müller, der vom Kater nun als Graf ausgegeben wird, wird somit zum begüterten Grundbesitzer und heiratet schließlich die Königstochter.

Das Märchen, das mit einfachen Motiven, der Frage der Ungerechtigkeit beim Erbgang, der Dankbarkeit des Katers und zuletzt des Glückes, das den vermeintlich schlechter Gestellten schließlich zum wohlhabenden Mann macht, arbeitet, ist in vielen Varianten überliefert. Schon die Grimms selbst merkten an, eine Version des Gestiefelten Katers in Le chat botté von Charles Perrault zu kennen, die mutmaßlich italienische Ursprünge hat, zumindest aber bereits von Giovanni Francisco Straparola aufgezeichnet wurde.

Das Märchen wurde dann unter anderem von Ludwig Tieck in der gleichnamigen Komödie Der gestiefelte Kater, die bereits 1797 erschien, aber erst 1844 in Berlin uraufgeführt wurde, verarbeitet. Auch scheinen einige Parallelen zu Joseph von Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts von 1826 zumindest untergründig gegeben, wenngleich es hier auch der Müllersknabe selbst ist, der loszieht, sein Glück zu suchen. Der Stoff selbst gelangte über die Jahre seiner Rezeption dann in zahllosen Bearbeitungen für Kinder und schließlich einigen Verfilmungen in die Öffentlichkeit.
Quelle: www.wikipedia.de


 
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